Realer Wechselkurs

Veränderung des Wechselkurses der inländischen Währung gegenüber den ausländischen Währungen, die in der Mengennotierung ($/l DM) mit einem Anstieg des Wechselkurses verbunden ist; die inländische Währungseinheit ist nach einer Aufwertung in Auslandswährung mehr wert.

Ein geringerer Export wird sich negativ auf die nationale Konjunktur auswirken. Die Terms of Trade lassen sich als Kehrwert des realen Wechselkurses darstellen.

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Der Trade-off zwischen „Carry

Diese Kurse weichen von den Umtauschkursen, die zum Beispiel bei Überweisungen ins Ausland verwendet werden, mehr oder weniger stark ab. In manchen Ländern mit hoher Wechselkurs volatilität wird Hartwährung bevorzugt, so dass es für Reisende vorteilhafter sein kann, erst im Zielland das Geld zu tauschen.

Vom bilateralen Wechselkurs spricht man, wenn sich der Wechselkurs auf zwei Währungen bezieht. Betrachtet man dagegen den Wechselkurs zwischen einer Währung und einem Währungskorb , dann spricht man vom effektiven oder auch multilateralen Wechselkurs. Der Währungskorb wird aus den Währungen der wichtigsten Handelspartner gebildet.

Wird mit dem Exportanteil gewichtet, so spricht man vom Exportwechselkurs , wird dagegen mit dem Importanteil gewichtet, dann spricht man vom Importwechselkurs. Der effektive Wechselkurs ist deswegen wichtig, weil Wechselkurse aus Unternehmenssicht v. Allerdings kann ein Wechselkurs per Definition immer nur genau zwei Volkswirtschaften miteinander vergleichen.

Dies reduziert seine Aussagekraft. Um zu einer grundsätzlicheren Erkenntnis über die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes zu kommen, müssten demnach auch alle anderen für Ex- und Importe wichtigen Wechselkurse berücksichtigt werden — dies leistet der effektive Wechselkurs. Bedeutsam sind dabei jedoch v. Zur theoretischen Begründung von Wechselkursschwankungen bestehen mehrere Theorien, die einen Zusammenhang herstellen zwischen dem Wechselkurs auf der einen sowie etwa dem Preisniveau , dem Einkommen oder dem Zinssatz im In- und Ausland auf der anderen Seite.

Grundsätzlich entstehen Wechselkursänderungen durch Angebots- und Nachfrageverhalten der Marktakteure. Der Wechselkurs stellt sich dort ein, wo sich Angebot und Nachfrage nach einer Währung treffen. Während in Systemen flexibler Wechselkurse die Wechselkursänderungen nur durch Angebots- und Nachfrageverhalten der privaten Marktakteure entstehen, tritt in Systemen fixer Wechselkurse die jeweilige Zentralbank als zusätzlicher Marktakteur auf, der solange seine Währung kauft oder verkauft sogenannte Devisenmarktintervention , bis der festgelegte Wechselkurs erreicht ist.

Aus der Betrachtung der Wechselkursänderungen im Zeitverlauf kann darauf geschlossen werden, wie die Marktakteure die Entwicklung einer Volkswirtschaft einschätzen.

Eine Währung erfährt eine Aufwertung , wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt steigt; es kommt zu einer Abwertung , wenn ihr Preis auf dem Devisenmarkt sinkt. Bei einer Darstellung des Wechselkurses in Mengennotierung bedeuten positive Änderungsraten eine Aufwertung der Inlandswährung , negative Änderungsraten dagegen eine Abwertung Devaluation.

Es verhält sich genau umgekehrt, wenn der Wechselkurs in Preisnotierung Devisenkurs dargestellt wird, dann entsprechen positive Änderungsraten einer Abwertung und negative einer Aufwertung der Inlandswährung. Sind die Gründe bekannt, aus denen ein Angebots- und Nachfrageüberhang entstanden ist, dann ist auch bekannt, wie die Marktakteure bzw.

Die wichtigsten Auslöser können sein:. Die Auswirkungen sind sehr vielfältig, ihre volle Entwicklung erreichen sie erst über einen längeren Zeitraum. Die wichtigsten Auswirkungen sind:. Das Basisjahr muss jeweils identisch sein. Als Index des realen Wechselkurses ergibt sich dann:. Betrachtet man die Veränderungen des realen Wechselkurses in einer Periode, dann ergibt sich diese für niedrige Inflationsraten annähernd als.

Bei gegebenen in- und ausländischen Preisen finden nominale und reale Auf- und Abwertung parallel statt. Bei Verwendung der Mengennotierung kennzeichnet ein steigender realer Wechselkurs eine reale Aufwertung ; Folgen:. Im Ergebnis führt die reale Aufwertung für das Inland zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und einer höheren Kaufkraft gegenüber dem Ausland und verbesserten Terms of Trade.

Ein in der Mengennotierung sinkender realer Wechselkurs kennzeichnet eine reale Abwertung ; Folgen:. Für das Inland bewirkt die reale Abwertung einen Zuwachs an Wettbewerbsfähigkeit verbunden mit einer niedrigeren Kaufkraft gegenüber dem Ausland und verschlechterten Terms of Trade.

In der Praxis können verschiedene Preisindizes zur Berechnung des realen Wechselkurses herangezogen werden, z. Zusätzlich wird die Verwendung von Indizes kritisiert, welche eng verwandte, handelbare Güter enthalten, da für solche Gütergruppen die Kaufkraftparität üblicherweise gilt und deshalb der Wert des so berechneten realen Wechselkurses wenig Aussagekraft hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit der betrachteten Länder hat.

Die Wahl des Basisjahres ist offensichtlich entscheidend für die Interpretation von fortlaufenden Wechselkursentwicklungen. Als Basisjahr sollte deshalb ein Zeitpunkt gewählt werden, in welchem sich die betrachteten Volkswirtschaften in einem internen und externen Gleichgewicht befinden was erneute Probleme hinsichtlich der Definition eines solchen Zeitpunkts mit sich bringt.

Alternativ können jedoch die Indizes für verschiedenen Basiszeitpunkte berechnet und miteinander verglichen werden. Üblicherweise haben Länder multiple Handelsverflechtungen, weshalb die Berechnung eines realen Wechselkurses hinsichtlich eines Handelspartners kaum eine umfassende Interpretation der Wettbewerbsfähigkeit zulässt.

Hierzu bedarf es der Berechnung eines realen effektiven Wechselkurses , der sich als mit den jeweiligen Handelsanteilen gewichteter Durchschnitt der bilateralen realen Wechselkurse zu allen Handelspartnern oder zumindest den relevanten ermitteln lässt. Ebenso sollten sich zumindest dauerhafte Änderungen der Terms of Trade niederschlagen. Diese Ursachen lassen sich aber bisweilen schwer feststellen bzw. Hier soll die Entwicklung nominaler Wechselkurse im Vergleich zu realen Wechselkursen anhand vier der wichtigsten Währungen verglichen werden.

Dafür wurde die Entwicklung dieser Kurse im Zeitraum — untersucht. In der Tendenz verliefen beide Wechselkurse im Euro-Raum ähnlich — jedoch sank der reale Kurs zwischen und von auf 82, während dessen der nominale Kurs erst ab sank ausgehend vom Wert und beendete seinen stark negativen Trend erst auf einem Wert von Der reale Kurs hatte sich wieder erholt und stieg bis kontinuierlich bis zum Wert Bis zum Jahr hatten sich beide Kurse angenähert und verliefen seitdem mit ähnlicher Tendenz, zwischen und synchron und ab wieder mit ähnlicher Tendenz.

Im Zeitraum der Jahre — verliefen die Wechselkurse Japans gegenläufig. Während der reale Wechselkurs bis auf einen Wert von 50 sank, stieg der nominale Wechselkurs auf





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