Immobilien-Kaufvertrag: Checkliste und Tipps

Der Notar als neutrale Instanz. Auch wenn eine Seite – in der Regel der Käufer – den Notar bezahlt, so ist er doch als neutrale Instanz für beide Seiten da.

Es genügt also nicht, den Vertreter privatschriftlich zu bevollmächtigen. Wir empfehlen hierfür ein zweckgebundenes Sperrkonto.

Aufgaben des Notars

Ist ein Käufer für die eigene Immobilie gefunden, geht es an den Kaufvertrag. Für die meisten Verkäufer von Immobilien ist das ein nicht alltägliches Geschäft mit viel juristischer Materie, manchen Hürden und vielen offenen Fragen.

Nehmen Sie deshalb möglichst eine Klausel für unsichtbare Mängel mit in das Vertragswerk auf. Der Kaufpreis und das Fälligkeitsdatum sollten genau wie der Übergabezeitpunkt der Immobilie unbedingt Gegenstand des Vertragswerkes sein.

Wird der Übergabetermin nicht eingehalten, kann eine Vertragsstrafe geltend gemacht werden, sofern diese vertraglich festgehalten wurde. Der Notar kann als Treuhänder fungieren und die eingezahlte Geldsumme des Käufers an den Verkäufer über ein Anderkonto transferieren, wenn dieser die versprochenen Leistungen zum abgemachten Zeitpunkt erbringt. Der Verkäufer hat seinerseits Gewissheit, dass die Kaufsumme zur Verfügung steht.

Lassen Sie sich auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie vor der Vertragsunterzeichnung auch einen Fachanwalt für Baurecht hinzuziehen. Im Internet finden sich Portale, die angehenden Eigentümern einen Kaufvertrag als Muster kostenlos zur Verfügung stellen.

Mit solch einem Vordruck lassen sich hier die Inhalte eines rechtskräftigen Kaufvertrages ganz bequem von Zuhause aus studieren. Zehn wertvolle Tipps für die Baufinanzierung. Auf welches Konto inklusive Inhaber hat der Käufer den Kaufpreis zu zahlen und wann ist er fällig? Daten zum Übergang an Besitz, Nutzung und Lasten: Wann soll die Besitzübergabe erfolgen?

Geht der Besitz der Immobilie an den Käufer über, gehen damit auch alle Rechte, Pflichten und Kosten an ihn über, selbst wenn die Umschreibung im Grundbuch noch nicht erfolgt ist! Sie beziehen sich auf bekannte Mängel oder auf den Fall, dass noch welche eintreten könnten. Dabei wird festgelegt, welche Garantien oder Ansprüche für eine Reparatur und Nachbesserung bestehen.

Auch eventuell bestehende Vorkaufsrechte des Verkäufers, der Gemeinde oder des Mieters bei Eigentumswohnungen sind im Vertrag zu benennen.

Nicht zuletzt sind die Ansprüche bei Mängeln an der Immobilie sehr ausführlich im Kaufvertrag beschrieben. Diese Daten und Angaben wird der Notar immer zur Vorbereitung eines Immobilienkaufvertrags vom Verkäufer — und teils vom Käufer — vorab verlangen. Daher bereiten Sie alle für den Vertrag nötigen Unterlagen rechtzeitig vor dem Termin der Unterzeichnung vor.

Bei Vertragsabschluss muss der Verkäufer dem Käufer für das Haus oder die Wohnung ein gültiges Exemplar beziehungsweise eine Kopie des Energieausweises übergeben. Ist er fehlerhaft oder sind wesentliche Daten nicht enthalten, kann das für Sie als Verkäufer teuer werden. Die Energieausweis-Pflicht gilt nicht für denkmalgeschützte Gebäude sowie kleine Immobilien, die weniger als 50 qm Nutzfläche haben. Nachdem Sie und der Käufer alle notwendigen Angaben gemacht haben, wird der Notar weiter tätig.

Er wird Ihnen und der anderen Partei einen Entwurf für den Immobilienkaufvertrag mindestens 14 Tage vor dem vereinbarten Termin zur Vertragsunterzeichnung zuschicken.

In der Regel kommen die Vertragsentwürfe per Post. Die Zwei-Wochen-Frist hat ihren Sinn: Laut Beurkundungsgesetz sollen beide Parteien vor Vertragsunterzeichnung ausreichend Zeit haben, sich die finanziellen und wirtschaftlichen Konsequenzen noch einmal klar zu machen. Spätestens jetzt sollten beide Seiten, also der Verkäufer wie auch der Käufer, für sich die wichtigsten Inhalte des Immobilien-Kaufvertrages noch einmal überprüfen.

Dazu gehören besonders die Angaben und Details zu. Wer sich vorab über die typischen Bestandteile eines Kaufvertrags für Immobilien vertraut machen will, findet allgemein zugängliche Muster für den Immobilienkaufvertrag auch im Internet. Alternativ dazu beraten Immobilienmakler auch beim Thema Kaufvertrag, wenn sie denn grundsätzlich mit dem Verkauf der Immobilie beauftragt worden sind. Achten Sie darauf, dass alle notwendigen Dokumente bis zum Termin der Vertragsunterzeichnung vom Notar eingesehen werden konnten und bei ihm tatsächlich vorliegen.

Das gilt zum Beispiel für die oftmals umfangreichen Teilungserklärungen beim Kauf einer Eigentumswohnung. Zur Vertragsunterzeichnung beim Notar bringen dann beide Parteien, sofern sie nicht beim ihm persönlich bekannt sind, einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mit.

Vor der Unterzeichnung des Vertrags ist der Notar verpflichtet, den Vertragsentwurf vollständig zu verlesen. Nutzen Sie auch hier die Gelegenheit, noch Fragen zu stellen. Sie dürfen den Notar beim Vorlesen unterbrechen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder etwas nicht korrekt geschrieben worden ist.

Der nun wirksame Kaufvertrag soll sicherstellen, dass der Käufer das Eigentum an dem Haus oder der Wohnung erlangt. So soll auch derjenige, der verkauft, auf der sicheren Seite sein und den Kaufpreis rechtzeitig erhalten. Dem entsprechend kontrolliert der Notar als neutrale Instanz sorgfältig und unbestechlich die weiteren Voraussetzungen und führt die folgenden Schritte durch:.

Nach Vertragsschluss lässt der Notar im Grundbuch die sogenannte Auflassungsvormerkung eintragen: Das Haus oder die Wohnung ist jetzt vor Zugriffen eventueller Gläubiger und des Verkäufers selbst geschützt. Sie ist damit für den Erwerber bis zur Kaufpreiszahlung verbindlich reserviert. Zwischenzeitlich besorgt er sich im Interesse des Käufers alle nötigen Zustimmungen durch die örtliche Kommune, von der Hausverwaltung Eigentumswohnung oder vom Erbpachtgeber Erbbauanlage.

Steht dem Besitzübergang nichts mehr im Weg und ist das Objekt frei von Belastungen durch den Verkäufer, stellt er die Zahlung des Kaufpreises gegenüber dem Käufer fällig.

Erfolgt die Zahlung des Kaufpreises wie vereinbart, und bestätigt der Immobilienverkäufer es gegenüber dem Notar schriftlich, wird der Käufer in einem letzten Schritt als neuer Eigentümer der Immobilie im Grundbuch eingetragen. Mit der Übergabe der Schlüssel an den neuen Besitzer sind alle Regelungen aus dem Kaufvertrag erfüllt und der Immobilienverkauf erfolgreich abgeschlossen. Immobilien-Kaufverträge bedürfen immer einer notariellen Beglaubigung.

Dabei wird der Notar vom Käufer ausgewählt und auch von ihm bezahlt. Allerdings muss der Verkäufer dem Notar wiederum wichtige Informationen und Unterlagen wie etwa eine genaue Beschreibung der Immobilie zukommen lassen. Für Laien kann es an dieser Stelle hilfreich sein, sich zusätzliche Hilfe vom Makler einzuholen — denn die beraten meist auch nach dem Verkauf und stehen beim Kaufvertrag ebenfalls zur Seite.

Informieren Sie sich in weiteren Ratgeber-Artikeln darüber, wie Sie beim Hausverkauf Steuern sparen können und nutzen Sie auch unsere 3 Checklisten für einen erfolgreichen Immobilienverkauf. Wer wählt den Notar aus? Aufgaben des Notars Aber keine Sorge:





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