Länderstudie Nigeria

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Die Zukunft von Öl und Gas

Die Abhängigkeit von Rohstoffen ist in vielen Ländern gleichermaßen Ursache und Folge von Unterentwicklung. Denn geht es um die begehrten natürlichen Ressourcen, dann geht es gleichzeitig um nationale wie internationale Politik, um sozioökonomische Entwicklung, um Umwelt, Frieden, Menschenrechte und Demokratie.

Einmal füllen kostet Naira, umgerechnet 1,50 Euro - ein Spottpreis. An einer Tankstelle müsste sie pro Liter mindestens Naira zahlen, wenn es dort überhaupt Kerosin gibt. Häufig warten die Menschen stunden- oder sogar tagelang auf eine neue Lieferung.

Wenn die dann endlich ankommt, verdreifacht oder vervierfacht sich der Preis schnell. Seit wird in Nigeria Öl gefördert. Doch die Bevölkerung hat vom Rohstoff-Reichtum des Landes bislang nicht profitiert. Vor 20 Jahren waren es laut Weltbank gerade einmal 34 Prozent. Die Region hier aber ist leer ausgegangen". Täglich würden 2,5 Millionen Barrel Rohöl gefördert. Hoffnungsträger Goodluck Jonathan Juliette hebt ihren Kanister hoch, den ihr einer der Männer gefüllt hat.

Wie viel sie als Zwischenhändlerin verdient, wenn sie es in die Hauptstadt des Bundesstaates Bayelsa bringt, will die junge Frau nicht sagen. Sie schaut verlegen zu Boden. Eine andere Arbeit gibt es nicht für mich". Im Vergleich zu den Vorjahren ist sie damit kontinuierlich gestiegen. Dennoch schien es so, als ob sich die Lebensbedingungen endlich ändern könnten. Ein Hoffnungsschimmer für viele Menschen im Niger-Delta, die sich durch die Dominanz der früheren Regierungschefs aus dem Norden stets benachteiligt fühlten.

Über Juliettes Gesicht huscht ein kleines, verächtliches Lächeln. Aber getan hat er nichts für uns. Aber zum Schluss halten sie nichts". Die Ölfirmen sind schuld Audio anhören Was bleibt vom Boom? Kritik, die im Stock des Regierungsgebäudes von Rivers, dem Nachbarbundesstaat von Bayelsa, niemand hören will. Amadi ist Energieminister und auch für die Bodenschätze von Rivers verantwortlich. Für ihn ist die Sache klar: Wann immer wir etwas mit Shell, aber auch mit anderen Ölfirmen zu tun hatten, hat sich gezeigt: Sie sind überhaupt nicht am Wohlbefinden der Bevölkerung interessiert.

Die Menschen hier können zur Hölle gehen. Interessiert sind die Konzerne nur an ihren Geschäften". Wir benötigen ein neues, freies Internet. Freie Privatstädte, staatliche Selbstverwaltung und autarke Gemeinschaften: Die Menschen rufen wieder nach ihrer Entrechtung. Alle Academia Bücher Filme. Der grüne Planet — Coline Serreau.

Das grüne Gesicht — Gustav Meyrink. Fitzcarraldo — Werner Herzog. Am Heiligabend — Eine Weihnachtsgeschichte. Die Sentinelesen und das Recht auf Selbsteigentum. Lira, Euro und Co.: Warum alle Fiat-Währungen scheitern müssen. Nord-Süd Konkurrenz in Nigeria Der Konflikt, und da sind sich viele Menschen in Nigeria einig, könnte leichter beigelegt werden als etwa jener im Norden des Landes mit Boko Haram, da es sich um keinen ideologisch-religiösen sondern um einen ökonomischen handelt.

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Seiteninformation Kontakt Impressum Spenden! Diese Website benutzt Cookies. Preisabstürze bei Rohstoffen können die rohstoffabhängigen Ökonomien zusätzlich ins Verderben stürzen.

An Afrika, wo in den vergangenen Jahren ein Viertel der globalen Neuentdeckungen von Ölreserven lagen, scheint der Fluch augenscheinlich besonders hartnäckig zu haften. Trotz dessen leben Millionen Afrikaner täglich von weniger als einem Dollar. Lebt ein Land überwiegend von seinen Bodenschätzen, so steigt das Konfliktrisiko von einem halben auf 23 Prozent.

Die Wahrscheinlichkeit für bewaffnete Konflikte liegt für diese Länder also weitaus höher als für ressourcenarmen Ländern. Wo es vordergründig oft um ethnische Konflikte geht, zeigt ein Blick hinter die Kulissen, dass es oftmals um mehr noch, nämlich um die Kontrolle der immer begehrteren Rohstoffe geht. Bodenschätze sind nach Meinung von Paul Collier, Ökonom an der Columbia University, ein wesentlicher Risikofaktor und mittlerweile bedeutender als historische, ethnische oder geografische Motive.

Bei den vergangenen Bürgerkriegen im Kongo, in Angola und im Sudan spielten Bodenschätze eine entscheidende Rolle, wobei es vor allem um die Verteilung der Rohstoffe ging. Die Erlöse aus den Rohstoffen finanzieren Kriege und sorgen dafür, dass aus Milizen und Warloards mit primitiven Waffen, Armeen mit schwerer Artillerie und politischem Programm werden.

Durch die Ausbeutung natürlicher Ressourcen werden Gewaltökonomien finanziert und gewaltsame Konflikte verlängert. In Angola und Sierra Leone haben die sog. Blutdiamanten nachweislich den Bürgerkrieg finanziert. Holzverkauf finanzierte die Menschenrechtsverletzungen der Roten Khmer in Kambodscha. Positive Beispiele wie Botswana, Chile, Norwegen und Brasilien zeigen, dass natürliche Ressourcen nicht per se einen Fluch bedeuten müssen und durchaus zum Wohlstand eines Landes beitragen können, statt ihn zu blockieren.

Das Vorzeigeland des afrikanischen Kontinents, Botswana, hat durch seinen Diamantenreichtum über mehrere Dekaden ein erhebliches Wirtschaftswachstum realisiert und ist so von einem der ärmsten Länder Afrikas zu einem Erfolgsbeispiel geworden.





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